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"Chile lindo" - schönes Chile 2

Chiles Wüste und die Osterinsel

Hier im Elaui-Tal wächst auf 2000 m Höhe der Wein, aus dem der beste "pisco sour" gebrannt wird. (Foto: 1971)

Die skeptischen Gesichter der Kinder drücken aus, dass hier selten ein "gringo" (Fremder) vorbeikommt. (Foto: 1971)

Je weiter wir in den Norden kommen, desto geringer wird die Vegetation. (Foto: 1968)

Trotz des bescheidenen Lebens in der Wüste (Holzhütte im Hintergrund) strahlen die Kinder Lebensfreude aus und basteln sich ihr eigenes Spielzeug. (Foto: 1968)

Und hier leben und wohnen diese Kinder mit ihren Eltern. (Foto:1968)

Holz ist hier eine Rarität. (Foto 1968)

Wasser ist ein kostbares Gut und muss von weither transportiert werden. (Foto: 1968)

Hauptbergbauprodukt des "Kleinen Nordens" ist das Eisenerz, das seit 1900 abgebaut wird.

In "El Tofo" wird ein ganzer Berg im Tagebau abgetragen. Der Sohn muss den Blasebalg bedienen. (Foto: 1968)

Der Vater schmiedet vor Ort das hochwertige Eisenerz (60 bis 70 %), um  Gebrauchsgegenstände für den Alltag herzustellen. (Foto: 1968)

 In dieser Kapsel werden 2010 in der Mine San José aus 720 m Tiefe 33 Bergleute gerettet.

Diese sensationelle Leistung wird in der ganzen Welt mit Bewunderung verfolgt. (Foto: 2012 Museum Sta. Cruz)

In Toconao

in der Nähe San Pedro de Atacamas werden die Häuser aus Bims-

stein gebaut. (Foto:1968)

Schließlich wächst fast gar nichts mehr. Und die Wüste hat viele Gesichter. (Foto:1968)

Kilometerweit führt die Straße schnurgerade durch die Wüste. Durch den Fata Morgana-Effekt löst sie sich nicht selten in wolkenartigen Dunst auf, aus dem einem unvermutet Fahrzeuge entgegen kommen  Plötzliche Sandstürme erinnern uns an Schneestürme im Winter. Das Auto ist dann innen voller Staub, der Sand knirscht zwischen den Zähnen. (Foto: 1968)

Warum regnet es im Norden Chiles nicht? Aufgrund des kalten Humboldtstroms sieht man hier, dass das Wolkenband kurz vor der Küste wie abgeschnitten ist. Deshalb Regen Fehlanzeige. (Foto: 1973)

Hier wächst kein Gräslein mehr. (Foto: 1968)

Und plötzlich kommt ein "el niño"-Jahr. Der Meeresstrom macht - die Ursache kennt man heute noch nicht genau - eine Kehrtwende. Es regnet plötzlich in der Wüst und ... "die Wüste blüht".

Reiche Salpeterfunde im Norden Chiles haben das Land einmal reich gemacht. Sogar Caruso soll im Theater in der Hafenstadt Iquique gesungen haben.

Im Salpeterkrieg von 1879 bis 1884 besetzt Chile die Atacamawüste, die vorher zu Peru und Bolivien gehört hat. Verhandlungen, dass Bolivien wieder einen Zu-

gang zum Meer bekommt, sind bisher erfolglos geblieben. (Foto: 1968)

In der Wüste ist eine große Salpeterindustrie entstanden. (Foto: 1968)

Hier waren die Arbeiter - oft unter menschenunwürdigen Bedingungen - unter-

gebracht. (Foto: 1968)

Nur noch verlassene Friedhöfe erinnern an diese Zeit. (Foto: 1968)

Der Junge hilft der Mutter beim Brotbacken - mitten in der Wüste. (Foto: 1968)

"Steter Tropfen höhlt den Stein!" Die "Portada" in der Nähe von Antofagasta.

Der weiße Vogelmist (Guano) wird an der Küste gesammelt und als Dünger ex-

portiert. (Foto: 1968)

Im "la valle de la luna", im Mondtal. Sind das die Schuhabdrücke Armstrongs?


Die Atacama ist die trockenste Wüste der Welt. Hier im "Tal des Mondes" hat es schon über 100 Jahre nicht mehr geregnet. (Foto: 1968)

In Quillagua mit seinen jetzt nur noch 100 Einwohnern soll es noch nie gereg-

net haben.

Die Anden haben sich aufgefaltet. Eingeschlossenes Meerwasser ist verdunstet und riesige Salzseen sind entstanden.

Wie ein Sturzacker sieht dieser ausgetrocknete Salzsee aus. (Foto: 1968)

Salz wird auch unter Tage abgebaut. (Foto: 1968)

In der Nähe von San Pedro de Atacama sind Salzgebilde entstanden, die menschlichen Figuren ähneln  wie hier die "Muttergottes mit dem Kind". (Foto: 1968)

Für den einfachen Mann ist der Esel das tägliche Transportmittel. (Foto: 1968)

Und natürlich auch für seine Frau. (Foto: 1968)

Dieser alte Mann in Toconao hat noch nie einen Tropfen Regen gesehen oder gespürt. (Foto: 1968)

Heutzutage haben gewiefte Konzerne den einfachen Bauern die Wasserrechte (rio Loa) abgekauft. Die Jugend sieht keine Zukunft mehr und zieht weg.

Am frühen Morgen sind die Geysire auf dem Tatio in 4000 m Höhe in der Nähe von San Pedro de Atacama am aktivsten. (Foto: 1968)

Regenwasser dringt in die Erde ein, wird auf der heißen Lava erhitzt, dehnt sich aus und schießt als Fontäne aus dem Boden. (Foto: 1968)

Knapp einen Kilome-

ter tief in die Erde hinein reicht die Kupfermine von Chuquicamata in der Atacama-Wüste heute.

Es ist die größte je von Menschen geschaffene Grube der Welt.  Um den Tagebau auszuweiten hat man die ganze Stadt Chuquicamata umgesiedelt.(Foto: 1968)

 

 

Chile ist Weltführer für Kupfer und deckt heute fast 40 Prozent des globalen Bedarfs. (Foto: 1968)

Einmal im Jahr muss das 500-Seelendorf La Tirana  (Höhe Iquique) innerhalb einer Woche mehr als 5000 Menschen aufnehmen. 

 

Zu Ehren der "virgen", der Muttergottes, wird eine Woche lang auf der "plaza" zu den verschiedensten Musikinstrumenten nur gesungen und getanzt. Wer Buße tun will oder muss, rutscht auf Knien den Weg zur Kirche. Am Dorfrand sind Zelte aufgestellt. Eine Lamaherde steht zur Verköstigung der Wallfahrer bereit. (Foto: 1968)

Wer Buße tun will oder muss rutscht vom Ortseingang aus auf Knien bis zu Kirche. (Foto: 1968)

Jede Tanzgruppe schmeißt sich in ein besonderes "Outfit". (Foto: 1968)

Die Trachten sind sehr individuell und mit viel Liebe gestaltet. Zum Ort selber haben sie oft keinen Bezug mehr. (Foto: 1968)

Schon die Kleinen dürfen mitmachen und wachsen in die Tradition hinein. (Foto: 1968)

Zu Ehren der "virgen" kommen Tanzgruppen mit ihren Teufelsmasken auch aus Bolivien. (Foto: 1968)

Transandinobahn

Die Bahnfahrt von Antofagasta über die Anden durch den riesigen Salzsee Uyuni nach Oruro und La Paz (32 Stunden) bleibt ein nachhaltiges Erlebnis. 

Da wir die einzigen "gringos" sind, werden wir im chilenischen Salonwagen (Anfang 1900!) von den chilenischen Beamten mit "pisco sour etc." verwöhnt.

In Bolivien holt uns die Realität einer Bahnfahrt unter damaligen Verhältnissen wieder ein. (Foto: 1987)

In der Oase Pica (Höhe Iquique) gibt es eine strenge Früchtekontrolle, um Obst-

krankheiten zu vermeiden.

Im warmen Wasser des Naturbades hält sich besonders gern die Jugend des Ortes auf. (Foto: 1968)

Auf dem Weg von Arica nach Parinacota. (Foto: 1986)

Eine zu stark abgeschrägte Kurve ist diesem Lastwagen zum Verhängnis gewor-

den. Die Ladung hat das Übergewicht bekommen. Aber wie wird die Bergung möglich sein? (Foto: 1987)

Lamas im Norden Chiles. Da es in Amerika vor der Entdeckung durch Christoph Kolumbus noch keine Pferde gibt, müssen die Lamas, Verwandte der Kamele, schwere Lasten tragen. Ihre warme Wolle wird auch heute noch sehr geschätzt und zu Kleidung wie Ponchos verarbeitet. Pferde soll es in Amerika schon einmal gegeben haben. Sie sind aber wegen der kalten Witterung vor 10 000 Jahren (letzte Eiszeit!) wieder ausgestorben. (Foto: 1987)

Auf einer Höhe von 4000 m ist die Luft sehr dünn und die Vegetation ist karg. Der Vulkan Parinacota rechts im Hintergrund ist 6342 m hoch.

Schule in Parinacota

Ein junger und unverheirateter Lehrer wird in die einklassige und höchstgele-

gene Schule Chiles (4000 m) nach Parinacota versetzt. Er versucht sein Bestes. (Foto: 1987)

Disziplinschwierigkeiten gibt es hier noch nicht. (Foto: 1987)

Bekannt ist die Kirche von Parinacota. (Foto: 1987)

In Parinacota durchlebt man jeden Tag alle vier Jahreszeiten: frühlingshafte Wärmestrahlen am Morgen, sommerlich pralle Sonne am Mittag, herbstliche Abkühlung gegen Abend und winterliche Frostkälte in der Nacht. (Foto: 1987)

Abschied vom Festland (Foto: 1968)

Mit dem Flugzeug zur Osterinsel

Osterinsel Landkarte

 Chile mit seinen mehr als 5000 Inseln ist 4300 km lang.

Die bekannteste ist die Osterinsel.

Sie liegt 3760 km westlich im Pazifi-

schen Ozean. Seit 1888 gehört sie zu Chile.

 

1722 wird sie vom Niederländer  Jaccob Roggeveen am Ostermontag entdeckt. Seitdem trägt sie diesen Namen. Ihre Bewohner nennen sie jedoch "Rapa Nui" ("Nabel der Welt").

Diese Moai stehen in einer Reihe auf einem Ahu mit Blick auf das Meer. Nachfah-

ren der polynesischen Einwanderer haben über 880 solcher Statuen zwischen 800 und 1600 n. Chr. geschaffen. (Foto: 1972)

Unter den Osterinsulanern gibt es sehr begabte Schnitzer. Die Moai auf den Ahus sind ein beliebtes Thema. (Foto: 1974)

Abrupt wurde offensichtlich die Arbeit im Steinbruch Rano Raraku unterbrochen. Die Art der Bearbeitung und der Transport der Moai sind heute noch nicht ganz geklärt. (Foto: 1972)

Die Moai wurden immer gigantischer. (Foto: Museum Santa Cruz 2012)

Der größte Moai liegt noch unvollendet im Steinbruch Rano Raraku. Er sollte an die 21 m messen. Unvorstellbar, wie man den hätte wohl transportieren können. (Foto: 1972)

"Werden und Vergehen" symbolisieren diese drei Moai.

Die Geschichte dieser Moai ist weitgehend unbekannt, da die Schrift der Oster-

insulaner niemand mehr lesen kann. (Foto 1972)

 

Früher hat er vielleicht einmal mit "echten Osterinsulanerinnen" getanzt. (Foto:1972)

Bei den "Langohren" gab es offensichtlich öfter Hungersnöte. Die Insel war einfach zu klein. (Foto: 1970)

Die Schrift der Osterinsulaner auf dem Rongo-Rongo kann heute nicht mehr voll-

ständig entziffert werden. (Foto: 1974)

Der Vogelkult


Einige durch Traumbilder ausgewählte junge Männer schwammen durch die ge-

fährliche Brandung zu den zwei vorgelagerten Vogel-

inseln, um - versteckt in Höhlen - auf das erste Ei zu warten. Wer als erster dem König ein Ei überreichen konnte, war für ein Jahr der "Vogelmensch". Er lebte getrennt von seiner Familie und wurde von den Bewohnern ernährt. (Foto: 1974)

Auf dem offenen Meer schwimmend die"Vogelinsel" zu erreichen war eine Herausforderung für die jungen Männer. (Foto: 1972)

Gibt es mehrere solcher "Steineier" auf der In-

sel? Wir haben zwei ge-

funden. (Foto: 1972)

Thor Hayerdahl war überzeugt, dass es eine kulturelle Verbindung zwischen den Inka und der Osterinsel gab. Diese Mauer führt er als Beispiel an. (Foto: 1972)

Auch eine kniende Steinstatue gräbt er aus. (Foto: 1972)

Eine ähnliche Statue hat man in Tuahuanaco gefunden. (Foto: 1968)

Die Osterinsulaner wollen sich nicht christianisieren lassen. Der erste Pater (ab 1864) wird drangsaliert, bestohlen, geschlagen ..., aber seine Liebe zu den Leuten überzeugt nach und nach. Der große Durchbruch kommt mit Pater Sebastian Englert. Er lernt die Sprache der Osterinsulaner, spricht sie perfekt, schreibt sie auf und integriert den alten Glauben in den christli-

chen. Deshalb darf die "Virgen" statt einer Krone das Vogelsymbol tragen. Sie ist in ihrer ganzen Gestalt ein Ausdruck der hohen Schnitzkunst der Inselbewohner. (Foto: 1972)

In der Kirche in Rapa Nui ist die "virgen" immer mit Blumen geschmückt. (Foto:1972)

Das bekannteste Lied der Osterinsel

 

Opa Opa Valine mata mina mú

arofa tu ra mai hoa viti viti  mai

tan i here iti é

Haere opa opa opa opa opa te pahi.

Haere opa opa opa opa opa te pahi.

Tetere var nei rapa nui é.

 

Du Frau mit den blauen Augen,

Dir widme ich meine ganze Liebe

und ich hoffe, dass auch Du Dich beeilst.

Wir fahren über das Meer in einem Boot,

um zur Insel der Liebe zu kommen (Rapa Naui).

Auf Wiedersehn Rapa Nui, du Nabel der Welt und du Insel der Liebe mit dem "Kreuz des Südens" unter einem unendlichen Sternenhimmel, verloren im Pazifi-fischen Ozean, bewacht von deinen Riesenstatuen, den Moai. (Foto: NASA)

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© Franz Plötz