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Der Planet Mars

Noch vor hundert Jahren glaubte man, dass es auf dem Mars menschenähnliche Lebewesen gibt. "Marsmännchen" nannte man sie. Wir wissen heute, dass das natürlich ein Märchen war.

Heute lassen sich aber schon Astronauten ausbilden, die einmal auf den Mars fliegen wollen. Was meinst du - ist das möglich? Nun, ein Flug zum Mars dauert acht Monate. Das ist vermutlich für einen Astronauten nicht nur sehr langweilig, sondern er wird in der Schwerelosigkeit auch einiges an Muskeln verlieren. Kein Problem, denn ein 80 kg schwerer Mann wiegt auf dem kleinen Mars wegen der geringeren Anziehungskraft nur 30 Kilogramm. Auf den Rückflug muss er aller-

dings zwei Jahre lang warten, bis die Erde wieder in die Nähe des Mars kommt. Wenn er nicht vorher verhungert ist, übersteht er den zwar, taucht dann aber nach wieder acht Monaten ziemlich unsanft und geschwächt in unsere Atmosphäre (Luft) ein. Ob er aber das schnelle Bremsmanöver überlebt, darüber sind sich die Wissenschaftler noch uneinig. Trotzdem plant die NASA einen bemannten Flug zum Mars - nach dem Jahr 2030. Dann wäre allerdings die Geschichte von den "Marsmännchen" kein Märchen mehr. Entschuldigung, es könnten natürlich auch "Marsfrauchen" sein.

Nach dem römischen Kriegsgott Mars ist dieser Planet benannt. Seine rötliche Farbe hat man nämlich mit Blut in Verbindung gebracht. In Wirklichkeit zeigt unser Marsmännchen auf einer Scheibe, dass die rötliche Farbe nur verrosteter Eisenstaub ist, den es auf dem Mars in Mengen gibt. Es herrscht also Frieden auf dem Mars - bis einmal Menschen kommen?

Schild und Speer sind übrigens das Symbol des Mars.

Unser Mars, der Gott des Krieges, ist entsetzt! Was, "Marsmännchen" soll es bei mir geben? Das lasse ich nicht zu! Würde er wohl ein "Marsfrauchen" auch vertrei-

ben?

Die beiden Marsmonde Phobos (Angst) und Deimon (Schrecken), die der Mars ver-

mutlich als Asteroiden eingefangen hat, sollen der Sage nach den Streitwagen ihres Kriesgottes gezogen haben.

Auf dem Mars hat es vor 3 Milliarden Jahren noch eine dichte Atmosphäre (Luft) gegeben. Aber der kleine Planet war zu schwach, um sie festzuhalten. Sie hat sich einfach aus dem Staub gemacht und ist ins All verduftet. Auch das viele Wasser in den Flüssen und Meeren hat aus demselben Grund auf Nimmerwie-dersehn gesagt. Zurückgeblieben sind lange Flusstäler und bis zu 7 000 Meter tiefe Schluchten. Richtig verkratzt sieht der arme Mars da aus. Eis gibt es noch an seinen beiden Polen, aber auch das wird nach und nach weniger. Ist es übrigens so zusammengesetzt wie das unsere? Oder ist noch etwas beigemischt? Neueste Sensationsmeldung am 29.09.2015: "Flüssiges Wasser auf dem Mars?" Vielleicht gibt es dann auch Leben auf unserem Nachbarplaneten?

Stolz kann der Mars aber darauf sein, dass auf ihm der höchtse Berg des ganzen Planetensystems steht. Der Olympus Mons mit seinen 25 000 m Höhe würde halb Deutschland bedecken. Da kann der Mont Everest, der höchste Berg unserer Erde, mit seinen 8848 m nur neidisch sein. Na, vielleicht wird der Olympus Mons einmal eine Herausforderung für waghalsige Bergsteiger? 

Mutig, ja "todesmutig" müssten diese Bergsteiger schon sein, denn manchmal fe-

gen ungeheuere Wirbelstürme wie "Staubsauger" über den Planeten, so dass der ganze Mars oft mit einer riesigen Staubwolke (rechtes Bild) bedeckt ist. Na dann, Berg heil! Augen zu und durch!?

Anfang August 2012 landet der Roboter "Curiosity" glücklich auf dem Mars, dem "roten Planeten".

Beide haben sich inzwischen schon gut angefreundet.

"Hauptsache, es kommen keine Menschen", wird sich der rote Planet wohl denken.

Dank Curiosity erfahren wir viel über den Mars. Unser Nachbarplanet  ist inzwischen besser erforscht als unsere Tiefsee.

Hoppla, der Komet "Siding Spring" macht eine Stippvisite beim Mars.

In nur 140 000 km Entfernung fliegt er im Oktober 2014 am Mars vorbei und streichelt ihn sogar mit seinem Schweif!

Ganz schön knapp, wenn man bedenkt, dass unser Mond von unserer Erde nur

384 400 km entfernt ist.

Hier siehst du die Entfernung zwischen unserer Erde und unserem Mond. Stell Dir vor, wenn der Komet so nahe an unserer Erde vorbeigeflogen wäre!?

Wegen seiner rötichen Farbe brachten die Römer den Mars mit Blut und Krieg in Verbindung. Deshalb wurde er nach ihrem Kriegsgott Mars benannt. Sein Symbol (Schild und Speer) ist zugleich das Zeichen für männlich.

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© Franz Plötz