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Unsere Sonne

Im Bad Kötztinger Kurpark steht auf einem Hügel die Sonne mit einem Durch-

messer von 1,10 m. Im Verhältnis zu ihr sind die Planeten natürlich viel kleiner. Zum Beispiel hat unsere Erde dann nur einen Durchmesser von einem Zentimeter. Man bräuchte also eine Million Erden, um unsere Sonne auszufüllen. Unvorstellbar, was?!

Auf einer leicht ansteigenden Wanderstrecke in Richtung Geodätische Fundamen-

talstation in Wettzell findest du die acht Planeten in entsprechenden Abständen und Größenverhältnissen. Die vier Gesteinsplaneten Merkur, Venus, Erde und Mars passen genau in den Kurpark. Im Linder-Biergarten steht der Asteroid "Wettzell" als beleuchteter Stehtisch. Alkohol ist für Kids natürlich tabu! Dafür darfst du zu den vier Gasplaneten Jupiter, Saturn, Pluto und Neptun auf dem Baierweg richtig wandern und zeigen, wie fit du bist.

Einen Gedenkstein hat der Kleinplanet Pluto direkt links beim Eingang zur Geo-

dätischen Fundamentalstation bekommen. Bevor du dich jetzt auf den Weg machst, kannst du noch einen Blick in unser Universum werfen. Viel Spaß und gute Kondition dann beim Wandern!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ist ein Cumputerbild unserer "Milchstraße". Ein bisschen am Rand saust un-

sere Erde um unsere Sonne (Sun) herum. Auch die ist ständig in Bewegung und umrundet mit uns das "Schwarze Loch" im Zentrum in 230 Millionen Jahren. Puh, das ist ja eine halbe Ewigkeit! Schade, dass wir das nicht miterleben können! Möchtest du überhaupt so alt werden?

Unsere Sonne ist im Vergleich zu anderen Sonnen in unserem Universum nur ein Zwergstern. Vor gut 4 1/2 Milliarden Jahren ist sie aus einer "Riesen-Molekül-

wolke" (aus Gas und Staub) entstanden. Sie wird noch ungefähr 5 Milliarden Jahre lang scheinen. Also erst mal keine Angst! Doch wenn sie "ausgebrannt" ist und ihr Ende kommt, wird sie sich wie ein Luftballon aufblähen und so riesengroß werden, dass sie vermutlich bis zu unserer Erde reicht. Das wird also das sichere Ende unseres Heimatplaneten sein. Aber kein Problem für uns - dann leben wir ja schon lange nicht mehr!

Schließlich explodiert die aufgeblähte Sonne. Sie wirft ihre äußere Gashülle wie einen alten Mantel ab. Die Gase werden in die Weiten des Alls geschleudert. Der harte Kern schrumpft zusammen zu einem festen, sehr kleinen, aber ungeheu-

er heißen und schweren "Weißen Zwerg" (weißes Kügelchen zwischen Annas Händen).

Unsere Anna kann noch lächeln, weil sie nur ein Styroporkügelchen am Faden hält. In Wirklichkeit würde aber so ein winzig kleines Stückchen von einem "Weißen Zwerg" weit mehr als 100 Tonnen wiegen. Puh...!

Und wie geht es weiter mit der uns so vertrauten Sonne? Als "Weißer Zwerg" wird sie nach und nach abkühlen und allmählich aufhören zu leuchten. Schließlich muss sie wohl eine gefühlte halbe Ewigkeit lang allein und verlassen durch das Weltall irren. Ist das nicht ein trauriges Los?! Da könnte man direkt Mitleid mit unserer geliebten, uns wärmenden Sonne bekommen ...!

Wärmende Sonne - ja, aber warme Sonne...? Mit 5500 Grad ist sie schon auf ihrer Oberfläche fürchterlich heiß. Da würdest du dir ganz schön nicht nur deine Fin-

ger verbrennen. Und erst in Ihrem Innern! Dort betreibt sie bei einer Hitze von 15 Millionen Grad ein riesiges Kernkraftwerk (vier Wasserstoffatome ver-

schmelzen zu Helium). Doch dieser Supergau ist ausnahmsweise einmal gut für uns. Dabei werden nämlich Licht und Wärme abgegeben. Und dieses wärmende Licht kommt mit "Lichtgeschindigkeit" (300 000 km in der Sekunde) in nur gut

8 Minuten zu uns auf die Erde, bringt Freude ins Haus und lässt alles wachsen. Und was bezahlen wir dafür? Nichts ...! Ist das nicht fantastisch?! Und wir sind si-

cher ... nach jedem Abend kommt immer wieder ein neuer Morgen und die Sonne wird strahlen, strahlen, strahlen ... einfach super!

(Bild: Quelle NASA)

Du weißt, dass unsere Erde ein großer Magnet ist. Aber erst unsere Sonne!

Ihr Magnetfeld ist gigantisch. Bei einer totalen Sonnenfinsternis kannst du es als "corona" (= Krone) bewundern.

(Bild: Quelle NASA)

Alle 11 Jahre polt sich das Magnetfeld der Sonne um und es kommt zu riesigen Explosionen. Dadurch entstehen so große Sonnenflecken, dass unsere Erde zwei- oder dreimal in sie hineinpassen würde. Aber keine Angst, die sind sogar wichtig, denn ohne diese Ausbrüche würde es auf unserer Erde spürbar kälter werden. Vor 350 Jahren (1645 - 1710) ist das schon einmal passiert. Die Folge war eine "kleine Eiszeit". Da haben unsere Vorfahren 60 Jahre lang im Winter ganz schön gefroren. Huch...!   (Bild: Quelle NASA)

Die gut 13 1/2 Milliarden Jahre, die unser Weltall existiert, sind eine unvor-

stellbar lange Zeit. Seitdem haben sich 100 Milliarden solcher riesiger Sternen-

haufen (Galaxien) gebildet. Und in jeder Galaxie gibt es 100 Milliarden Son-

nen, die um einen Mittelpunkt ("Schwarzes Loch") kreisen. Ist das nicht gigan-

tisch?! Übrigens, so eine Mini-Spirale bildet sich auch durch die Sogkraft, wenn das Wasser in deiner Badewanne abfließt. Schau einmal genau hin! Welche Kräfte aber in einer Galaxie herrschen, können wir uns gar nicht vorstellen. Da staunst du, was?!

(Bild: Quelle NASA)

Das "Schwarze Loch" ist eine ehemalige "Giga-Sonne", deren äußere Gashülle als "Supernova" zerplatzt ist und deren innerer Kern so stark zusammenge-

schrumpft ist, dass er alles Licht, das von ihm ausstrahlt, sofort durch seine Mega-Anziehungskraft wieder einfängt. Aber nicht nur sein eigenes Licht, auch alles, was in seine Nähe kommt, wird in einer Spirale verschlungen. Hüte dich also vor einem "Schwarzen Loch" und bleib lieber bei uns auf der Erde!

Die Strahlen unserer Sonne (links) treffen auf dein Auge. Deshalb kannst du sie sehen.

Bei einem "Schwarzen Loch" biegen sich die Strahlen durch die ungeheuere Anziehung wieder zurück und verschwinden wieder im "Schwarzen Loch".

Weil deshalb keine Strahlen bis zu deinen Augen kommen, kannst du absolut nichts sehen. Das Loch erscheint "schwarz".

Durch mathematische Berech-

nungen kann man aber sagen, wo ein "Schwarzes Loch" sein muss.

Es gibt Sonnen, die 1000 mal größer sind als unsere. Wenn die explodieren, kann man mit einem guten Fernrohr eine "Supernova" beobachten. Grandios so ein Schauspiel, findest du nicht auch? Während die äußere Hülle dieser ehemaligen Gigasonne ins Universum geschleudert wird, zieht sich der innere Kern zu einem gigantisch schweren "Schwarzen Loch" zusammen.

Neueste Nachricht in "Nature": Astronomen haben ein monströses Schwarzes Loch mit der Masse von zwölf Milliarden Sonnen entdeckt (Shanghai Astrono-

mical Observatory).

Jetzt wurde sogar eine Megagiga-Sonne (V766 Centaurii) entdeckt, die auf unse-

rem Planetenweg bis über den Jupiter hinaus reichen würde (1300 mal Durchmes-

ser unserer Sonne). Schon "bald" (in 1 Million Jahren) wird sie explodieren und als Supernova ein gigantisches Lichterspiel ins All zaubern. Schade, dass wir das nicht mehr miterleben dürfen!

Der größte Stern VY Canis Majoris soll 1 Milliarde mal größer sein als unsere Sonne.

(Bild: Quelle NASA)

Jetzt machen wir uns aber sofort auf den Weg.

 

Von der Sonne aus zu den vier winzig kleinen Gesteinsplaneten im Kurpark (links oben) ist es nur ein Spaziergang.

 

Willst du aber auch die vier Gasplaneten - vor allem den Saturn mit seinen Ringen - sehen, musst du richtig wandern. Bei der Sonne fangen wir an. Also auf geht's!

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© Franz Plötz